Donnerstag, März 30, 2017

Kyokushin Kai

KyokushinKai
Entstehung der Stilrichtung Kyokushin Kai

Vom koreanischen Meister Oyama gegründete Stilrichtung des harten, kampfbetonten Karate.
(Quelle: Karate - die offiziellen Regeln, Falken-Verlag)

Der Gründer Masutatsu (Mas) Oyama: Er wurde am 27. Juli 1923 in Südkorea in der Nähe von Gunsan geboren. Die ersten Kindheitsjahre verbrachte er auf dem Bauernhof seiner Schwester in der Mandschurei (Südchina). Mit neun Jahren begann er unter der Leitung vom Herrn Yi – der auf dem Bauernhof arbeitete – das Training der südchinesischen Form von Kempo „Achtzehn Hände". Nach der Rückkehr nach Korea setzte er sein Training in koreanischem Kempo fort. 1938 kam er als 15jähriger nach Japan mit dem Ziel, dort als Flieger ausgebildet zu werden. Doch das Überleben – speziell als Koreaner in Japan – gestaltete sich als so schwierig, daß die Berufsausbildung mehr und mehr in den Hintergrund geriet. Oyama setzte sein Kampfkunsttraining natürlich auch in Japan fort: Intensiv beschäftigte er sich mit Boxen und Judo. In dieser Zeit wurde er auch auf das Okinawa Karate aufmerksam. Offen für jede Form von Kampfsystem, trat er dem Dojo von Gichin Funakoshi in der Takushoku Universität bei und lernte dort die Grundlage dessen, was heute als Shotokan Karate bekannt ist. Bereits als 17jähriger wurde er dort zum Nidan graduiert; als er mit 20 Jahren der Japanischen Kaiserlichen Armee beitrat, war er Yondan. Ähnlich erstaunlich waren auch seine Erfolge in Judo, das er während dieser Zeit mit gleicher Intensität trainierte: weniger als vier Jahre nach seiner Trainingsaufnahme erreichte er auch hier den 4. Dan!

So Nei Chu
Die Niederlage Japans im 2. Weltkrieg und die damit verbundene Demütigung einer Besatzung brachten Oyama an den Rand der Verzweiflung (eine Form der seelischen Entwurzelung, die den europäischen „displaced persons" dieser Periode durchaus nachfühlbar ist). Zu dieser Zeit trat ein anderer Koreaner, So Nei Chu, in sein Leben. So Nei Chu war zu dieser Zeit eine der höchsten Autoritäten des Goju Ryu. Er war es, der Mas Oyama seelisch und körperlich wieder aufrichtete und ihm riet, sich ausschließlich den Kampfkünsten zu widmen. Er war es auch, der Oyama von der Notwendigkeit überzeugte, sich für drei Jahre in die Einsamkeit zurückzuziehen um dort seine innere Haltung mit seinem Kampfstil in Übereinstimmung zu bringen.

Oyamas Weg
Aus den anvisierten drei Jahren wurden „nur" 14 Monate in der Ciba Präfektur. 14 Monate, in denen er nicht nur intensiv mit den geistigen und ideologischen Hintergründen dieser Kriegskunst auseinandersetzte, aondern auch zum kraftvollsten Karateka Japans wurde. Nachdem er die erste nationale Kampfkunst-Meisterschaft nach dem 2. Weltkrieg gewann, entschloß er sich, sein Training – diesmal unter Leitung von Mt. Kiyozumi, ebenfalls in der Ciba Präfektur – fortzusetzen. Neben seinem – für den „normalen Kampfsportler" – unmenschlichen Trainingspensum studierte er täglich die Klassiker der Kampfkünste, des Zen und der Philosophy. Nach achtzehn Monaten fühlte er sich in der Lage, sein Leben zu kontrollieren. Er wollte sich nie wieder von seiner Umgebung und den Umständen (so traumatisch) beeinflussen/verletzen lassen. 1953 eröffnete Oyama sein erstes Dojo. 1957 hatte er dort – trotz härtestem Training – bereits 700 Mitglieder. Um diese Zeit stieß auch Jon Bluming, zu dieser Zeit 5. Dan Judo, zu Oyama. Er beeinflußte maßgeblich das damalige Oyama-Karate. In der Folgezeit kamen viele Anhänger anderer Stilrichtungen, um sich im jis-sen kumite (Vollkontakt-Kampf) zu messen. Stellten sich dieser Gelegenheit Aktionen anderer Stilrichtungen als erfolgreich heraus, wurden sie in das Trainingsprogramm übernommen. Diese Paxis wird auch heute noch ausgeübt: Eine Technik, die Erfolg bringt, ist gut. Eine gute Technik wird übernommen, egal aus welchem Kampfsystem (Karate, Boxen, Judo etc.). Die Mitglieder der Oyama Dojo nahmen das Kämpfen sehr ernst. Sie erwarteten, entweder zu schlagen oder geschlagen zu werden. Es gab fast keine Einschränkungen: Schläge zum Kopf oder Genitalbereich waren genauso erlaubt, wie Würfe, Hebel- und/oder Würgetechniken. Kampf bedeutete Kampf bis zum K.o. oder Aufgabe (Aufgabe war allerdings aufgrund der Bushido Ideologie fast nicht möglich). Kampftechnisch gesehen bevorzugt der Kyokushin Stilist eher weiche Abwehrbewegungen und –techniken (tai sabaki); das Hauptaugenmerk gilt der kompromißlosen Konteraktion.

Kyokushin Karate
Das Honbu Dojo wurde offiziell erst 1964 eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Name „Kyokushin" (etwa: „höchstmögliche Realität") angenommen. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich Kyokushin weltweit und wurde mit etwa 12 Millionen Anhängern zu einer der größten Kampfkunst-Organisationen der Welt. Dabei ist anzumerken, daß der hohe Mitgliederstand vor allem auf die Länder des früheren Ostblocks, Nahost, Asien und den USA zurückzuführen ist. Im eher verweichlichten Europa bildet Holland eine Ausnahme: Es ist bei den harten Nahkampfsystemen weltweit führend. Einige bekannte yudansha:
  • Sean Connery, 2. Dan
  • Dolph Lundgren, 3. Dan (ehem. Europa-Meister)
  • Nelson Mandela, 8. Dan
Als Nichtraucher Oyama im April 1994 70jährig an Lungenkrebs starb, entstanden viele Verästelungen und neue Organisationen. Da die Satzung des DKV nur WKF-Karate als Wettkampfform zuläßt, darüber hinaus auch die Kyokushin Kata bei Turnieren nicht zugelassen sind, ist – um echtes Kyokushin aktiv zu betreiben die zusätzliche Mitgliedschaft bei Kyokushin Verbänden unerläßlich. Derzeit sind die meisten Dojo des DKV international über die „INTERNATIONAL BUDO KAI (IBK)" integriert. Das neue Symbol des Kyokushin Karate will die Bereitschaft zeigen, wie der Wasserwirbel auf jede Aktion sofort zu reagieren, sich jeder Situation anzupassen und sich letztendlich durchzusetzen.

J.-D. Eisheuer
(Quelle: http://www.karate-bayern.de/kyokushin-kai)

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